Zwischen EU‑Gesetzgebung und Zuckerlkunst: Ein vielfältiger Lerntag der 4BK
| HAK-HAS |
In Gruppen lernten sie die Institutionen der Europäischen Union und deren Zuständigkeiten kennen. Besonders lehrreich war das Planspiel, bei dem die Schülerinnen und Schüler vorgegebene Rollen einnahmen und zum Vorschlag der EU‑Kommission „Hybrider Unterricht (50 % Präsenz / 50 % Online) ab der 5. Schulstufe“ das gesamte EU‑Gesetzgebungsverfahren durchliefen. Einige agierten als Abgeordnete des EU‑Parlaments, andere schlüpften in die Rolle eines Bildungsministers im EU‑Rat, vertraten die EU‑Kommission oder agierten als Lobbyisten aus Wirtschaft oder NGOs. Auch Journalistinnen und Journalisten berichteten über die Verhandlungen.
Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Demokratiewerkstatt erstellten die Schülerinnen und Schüler zudem einen Podcast:
Am Vormittag des Exkursionstages stand eine Führung in der Zuckerlwerkstatt auf dem Programm. Die Zuckerlwerkstatt wurde 2013 von Christian Mayer und Maria Scholz gegründet – inspiriert von einem Urlaub – um das in Österreich fast ausgestorbene Handwerk der Zuckerlbäcker wiederzubeleben. Das Unternehmen ist nach nur 13 Jahren über die Grenzen hinaus bekannt und wurde vom New York Times Magazine zu den „33 most unique sweets in the world“ gekürt. Seit 2022 zählt das Zuckerlmachen zum immateriellen UNESCO‑Kulturerbe.
Beeindruckend waren für die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Kostproben, sondern auch die ausschließliche Herstellung der Zuckerl in Handarbeit. Bei Startups geht es nicht immer darum, Neues zu erfinden, sondern – wie in der Zuckerlwerkstatt – altes Wissen und traditionelle Techniken aufzugreifen und neu zu denken. Kreative Ideen, wie etwa Unternehmenslogos im Zuckerl, und ein ausgeklügeltes Marketing haben das Unternehmen international bekannt gemacht.



